Dom "Peter und Paul"

Der Bardowicker Dom ist die evangelische Pfarrkirche "Peter und Paul". In seinem heutigen Erscheinungsbild wurde er in der Zeit von 1380 bis 1485 erbaut: Eine gotische Hallenkirche mit zwei gedrungenen Türmen.

Der Dom ist neben der Windmühle eines der Wahrzeichen Bardowicks.

Die Bezeichnung "Dom" lässt zwar einen Bischofssitz vermuten. Diesen hat es in Bardowick jedoch zu keiner Zeit gegeben. Vermutlich war es ein Vorhaben, das aber nicht verwirklicht worden ist.

Der Ursprung des Bardowicker Domes ist Anfang des neunten Jahrhunderts zu finden. Damals soll an dieser Stelle eine einfache Holzkirche gestanden haben, die um das Jahr 1000 durch eine Feldsteinkirche ersetzt worden ist. Um 1100 hat man dann hier eine romanische Basilika errichtet. Es wird auch vermutet, dass die beiden Türme (40,89m) früher freistehend gewesen sein könnten und dass das Portal später als Verbindung dazwischen gesetzt worden ist. 

Zur Zeit der Gotik wurde der Dom dann als Hallenkirche umgebaut und 1792 letztendlich die spätgotische Sakristei angefügt. Der Dom hat fünf Glocken, drei romanische und zwei gotische, die älteste ist ca. von 1130. Über dem Südportal befindet sich in einer Mauernische ein holzgeschnitzter Löwe mit der Inschrift "leonis vestigium". Eine Erinnerung an die Zerstörung Bardowicks durch Heinrich den Löwen: "Die Spur des Löwen".

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Sehenswerte Details im Dom:

  • Das bekannte Chorgestühl von 1486/87, ein Meisterwerk niedersächsischer Bildhauerkunst. Die vollständig erhaltenen Schnitzereien zeigen Propheten- Apostel- und Heiligenbilder.

  • Die neugotische Kanzel aus dem 19. Jahrhundert.

  • Der Hochaltar von 1430. Eine Schnitzerei zeigt Maria von Heiligenfiguren umgeben. Über dem Hochaltar befinden sich Wappenscheiben aus den Jahren 1673 und 1694.

  • Die Grabplatten rechts vom Altar, sowie weitere im Chorraum und im Kirchenschiff.

  • Das bronzene Taufbecken mit den vier tragenden Figuren ist aus dem 14. Jahrhundert.

  • Der Messingkronleuchter von 1664 im Mittelgang des Chorraumes.

  • Das Glasfenster von 1852 mit den Namensgebern des Doms: "Peter" und "Paul".